Der öffentliche Bereich braucht mehr Know-How im Bereich Energieeffizienz

Der von der ENEA veröffentlichte Energiebericht 2017, bescheinigt Italien eine gute Gesamtentwicklung in Sachen Energieeffizienz, zeigt aber dennoch einige kritische Punkte auf, die es zu überwinden gilt. Die Steuererleichterungen “Ecobonus” haben etwa eine Million energetische Sanierungen begünstigt. Die dadurch erzielten Einsparungen betragen über 1.100 GWh/Jahr und beruhen hauptsächlich auf dem Austausch von Türen und Fenstern (41% der Sanierungen) und auf das Anbringen einer Wärmedämmung für Dachböden und Außenwände (26%). Diese Maßnahmen reduzieren den Wärmeverbrauch eines Gebäudes mit einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis. 2016 wurden außerdem 15.000 Energiediagnosen in Betrieben vorgenommen (europaweiter Rekord) und die Anträge zur Förderung des sogenannten “Conto Termico” für die lokalen öffentlichen Verwaltungen sind um 300% gestiegen.
Aufgrund des verringerten Verbrauchs wurden seit 2005 bis heute 3,5 Mrd. Euro an Heizöl- und Gasimporten eingespart. Dennoch berichtet die ENEA, dass wirtschaftliche Hindernisse und mangelnde Kenntnisse über verfügbare Finanzierungsmöglichkeiten, vor allem im öffentlichen Bereich, das Umsetzen von Energieeffizienzmaßnahmen bremsen.

Der Bericht kann auf der Webseite der ENEA heruntergeladen werden.
Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020.
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