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EUSALP – Neue Energiebeobachtungsstelle für den Alpenraum

EUSALP – Neue Energiebeobachtungsstelle für den Alpenraum
Diese Woche fand in Bozen das 5. Treffen der EUSALP Aktionsgruppe 9 statt. Während des Workshops in der KlimaHaus Agentur erarbeiteten Experten aus dem gesamten Alpenraum die Basis zur Schaffung einer alpenweiten Beobachtungsstelle zur Energiewende.

Der Alpenraum verfügt über die besten Voraussetzungen, sich europaweit zu einer Modellregion für Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu entwickeln. Zur Erreichung dieser Zielsetzung müssen grenzüberschreitend Energiestrategien formuliert, geeignete Maßnahmen umgesetzt und deren Wirksamkeit laufend überprüft werden.
Unverzichtbar für Entscheidungsträger auf allen Ebenen sind dabei verlässliche Daten zu Energieverbrauch und Energieproduktion und deren Zusammensetzung. Dazu gehören auch die Informationen zu den noch ungenutzten Potenzialen bei der Energieeffizienz und dem Ausbau erneuerbarer Energien.
Zur Unterstützung einer überregionalen Energiepolitik für den Alpenraum sollen mit der Schaffung einer Energiebeobachtungsstelle eine Reihe von Akteuren und Experten vernetzt werden, welche sich mit der systematischen Erhebung, Standardisierung und dem Interpretieren der relevanten Daten befassen.
Zum Auftakt organisierte die EUSALP-Aktionsgruppe 9 unter der Leitung des Direktors der KlimaHaus Agentur, Ulrich Santa und Vertretern der Energie- und Umweltagentur Auvergne-Rhône-Alpes am 21. März 2018 in Bozen einen ersten Workshop mit Experten aus den Alpenregionen sowie des JRC, der gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission.

Erste alpenweite Erhebung zu Energiedaten
Im Rahmen dieses Treffens wurden auch die Ergebnisse der „EUSALP Energy Survey 2017“ vorgestellt. Diese von der Action Group 9 in Auftrag gegebene Untersuchung wurde von EURAC Research durchgeführt und stellt in dieser Form alpenweit die erste vollständige Erhebung von Energiedaten auf regionaler Ebene dar. Die Studie gibt interessante Einblicke in den Energiehaushalt der Alpenregionen. Es ist festzustellen, dass das EUSALP-Territorium durch seine hohe Bevölkerungsdichte (bezogen auf den Dauersiedlungsraum) und den wichtigen Wirtschaftszentren wie z.B. in der Lombardei und im süddeutschen Raum etwas energieintensiver abschneidet als Resteuropa.  Der Pro-Kopf-Energieverbrauch liegt etwas über dem EU-Durchschnitt, allerdings ist die Energieintensität bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt wiederum niedriger. Im Vergleich zu den EU28 schneidet der Alpenraum bei der Abdeckung mit erneuerbaren Energien besser ab. Im Wärmebereich liegt man mit einem Anteil von 21% leicht höher, bei der Stromproduktion stammen – hauptsächlich dank Wasserkraft – 40% der Produktion aus erneuerbaren Quellen. Insgesamt deckt Strombereich der Alpenraum den Bedarf fast vollständig ab, nur 3% Strom müssen importiert werden.

EUSALP
Die Makroregion Alpen (EUSALP) umfasst sieben Staaten (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Italien und Slowenien) und 48 Regionen, in denen rund 77 Millionen Menschen leben.

 
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